Behindertenheim Nyingtob Ling
 


NYINGTOB LING - Tibetan Handicapped Children’s Crafts Home
Das Heim Nyingtob Ling gibt behinderten tibetischen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, in sozialer Gemeinschaft einfache handwerkliche Tätigkeiten zu erlernen. Die geistig oder körperlich behinderten Kinder bleiben durchschnittlich sechs Jahre im Heim, kommen jedoch zwischendurch auch immer wieder auf einige Zeit zu ihren Familien zurück. Unser Ziel ist vor allem, durch den Verkauf der dort hergestellten Produkte das Selbstwertgefühl und die soziale Integrität der Kinder zu verbessern.

Den aktuellen Jahresbericht der Leiterin des Heimes Nawang Lhamo können Sie hier in englischer Sprache nachlesen.

SAVE TIBET bietet Friedens- und Freundschaftsbändchen sowie handgemalte Billetts dieser Kinder und unterstützt das Projekt zusätzlich mit Patenschaften.

Die Gründerin dieses Projektes war Mitglied des Tibetischen Exilparlaments. Sie stellte bei ihrer Arbeit immer wieder fest, dass die erhöhte Belastung bei Familien mit behinderten Kindern dazu führt, dass entweder die behinderten Kinder auf der Strecke bleibe oder ein Erwachsenenteil durch das Beaufsichtigen nichts zum Lebensunterhalt beitragen kann. Einer unserer Zukunftsträume wäre eine behinderten gerechte Schule für diese Kinder!

SAVE TIBET hat schon in mehreren Spendenaktionen zum Bau und Weiterausbau dieses Heimes beigetragen; u. a. wurde der Zaun um das Gelände fertiggestellt und das Dach erneuert.


Hintergrund
Die tibetische Gesellschaft hat einen ausgeprägten Familiensinn und Heimkonzepte für ältere oder behinderte Menschen sind weitgehend unbekannt. Das Sorgen für beeinträchtigte Familienmitglieder gilt als selbstverständlich. Der Respekt gegenüber dem Alter und die Rücksichtnahme auf Behinderte bilden einen wesentlichen Teil der tibetischen Sozialstruktur.
Die tibetische Exil-Regierung sowie einige Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) haben einige Heime für Ältere in verschiedenen Flüchtlingsniederlassungen in Indien, aber Nyingtob Ling ist das erste tibetische Behindertenheim im Exil.



In früheren Zeiten waren tibetische Familien imstande, sich selbst und die auf sie angewiesenen Familienmitglieder zu versorgen. Heutzutage ist es wesentlich schwieriger, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und der Unterhalt für behinderte Familienmitglieder stellt daher ein schweres finanzielles Problem dar.
Die Notwendigkeit ein Heim einzurichten, wo Behinderten geholfen wird, zu eigenständigen Mitgliedern der Gesellschaft zu werden, führte schließlich zur Gründung von Nyingtob Ling.

Aufgaben und Ziele

Das anfängliche Ziel des Projektes waren Sprachtraining und Beschäftigung für behinderte tibetische Flüchtlingskinder. Im Einklang mit den Zielen der UN Entwicklungshilfe bietet das Zentrum in einer sauberen, gesunden und sicheren Umgebung diesen Kindern Arbeitsmöglichkeit und Zugang zu einem geringen Einkommen in ihrem späteren Leben.
Um das zu erreichen wurde ein Heim mit den geeigneten Einrichtungen errichtet, wo die Kinder in einer Atmosphäre von Liebe und Geborgenheit zusammen leben können. Durch dieses Projekt können die Fähigkeiten und Potentiale von Behinderten herausgefunden und gefördert werden, so dass sie eine gewisse wirtschaftliche Selbständigkeit erlangen können.


Solche Programme geben diesen Kindern Selbstvertrauen, Lebenssinn und das Gefühl, gebraucht zu werden. Primär wird auf die Erhaltung des traditionellen tibetischen Handwerks geachtet, man bemüht sich aber auch Techniken einzuführen, die den Ansprüchen der Gegenwart und auch der Zukunft gerecht werden.
Die Verkaufserlöse aus den handwerklichen Tätigkeiten kommen der Weiterführung des Projektes zugute.


Grundzüge des Projektes

Kinder von 10 bis 19 Jahren aus Familien in schweren finanziellen Problemen werden ausgewählt. Die Eltern werden dazu angehalten, die Kinder in den Ferien zu sich zu holen, um die Familienbande zu erhalten und eine spätere Wiederintegration in die Gemeinschaft zu erleichtern. Das Ziel von Nyingtob Ling ist es, eine Kapazität von 50 Kindern zu erlangen.

 
© Save Tibet 2016